
Das Fliegen nach Instrumentenregeln (IFR) eröffnet Piloten neue Möglichkeiten, unabhängig von Wetterbedingungen und Sichtfluggrenzen zu operieren. In Europa gibt es zwei moderne Ausbildungswege, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind: das Basic Instrument Rating (BIR) und das Competency-Based Instrument Rating (CB-IR).

Du bist ein ambitionierter Privatpilot und willst flexibel in den Instrumentenflug einsteigen? Dann ist die Basic Instrumentenflugausbildung das Richtige für Dich.
Auf der Basis Deiner vorhandenen Lizenz und Kompetenzen lernst Du das, was wichtig für Dich ist.

Du bist ein ambitionierter Privatpilot und suchst eine Möglichkeit international bei schlechtesten Wetterbedingungen zu fliegen? Dann ist die kompetenzbasierte Instrumentenflugausbildung das Richtige für Dich.
Eine Instrumentenflugberechtigung (IR) bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die über die grundlegenden Aspekte hinausgehen:
Mit einer IR kannst du auch bei schlechten Wetterbedingungen fliegen, wie z.B. bei Regen, Schnee oder Nebel. Das bedeutet, dass du weniger wetterabhängig bist und deine Reisepläne seltener ändern musst. Dies ist besonders nützlich in Regionen mit wechselhaftem Wetter.
Die Ausbildung zur IR ist anspruchsvoll und erweitert deine fliegerischen Fähigkeiten und Kenntnisse erheblich. Es ist eine lohnende Herausforderung, die dich zu einem besseren und sichereren Piloten macht. Du lernst, dich auf Instrumente zu verlassen und komplexe Flugmanöver präzise durchzuführen.
Das Fliegen nach Instrumentenflugregeln (IFR) erhöht die Sicherheit, da du dich auf präzise Instrumente und die Flugverkehrskontrolle verlassen kannst. Dies ist besonders wichtig in komplexen Lufträumen und bei Nachtflügen, wo die Sicht eingeschränkt sein kann.
Für viele berufliche Pilotenlizenzen, wie die Verkehrspilotenlizenz (ATPL), ist eine IR Voraussetzung. Sie kann deine Karrierechancen in der Luftfahrtbranche erheblich verbessern, da viele Arbeitgeber eine IR als Mindestanforderung für Pilotenpositionen ansehen.
Es gibt verschiedene Ausbildungswege zur IR, darunter der kompetenzbasierte Lehrgang (CB-IR), der auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Piloten zugeschnitten ist. Dies ermöglicht eine flexible und effiziente Ausbildung, die auf deine spezifischen Anforderungen abgestimmt ist.

Wichtig: Die Nutzung des eigenen Flugzeugs hängt von bestimmten Voraussetzungen ab – sprich uns einfach an, wir beraten Dich gern!
Hier bekommst du alle wichtigen Infos zur Instrumentenflugberechtigung – klar, präzise und leicht verständlich. Egal, ob du gerade erst mit dem Thema startest oder gezielt nach Details suchst – hier findest du die Antworten, die du brauchst.
Der Unterschied zwischen der Competency-Based Instrument Rating (CB-IR) und der Basic Instrument Rating (BIR) liegt hauptsächlich in den Ausbildungsanforderungen und den Einsatzmöglichkeiten:
Modularer Aufbau: Die Ausbildung kann flexibel gestaltet werden, um den individuellen Bedürfnissen und dem Zeitplan des Piloten zu entsprechen.
International: Die CB-IR ist ICAO-konform und kann weltweit genutzt werden
Modularer Aufbau: Die Ausbildung ist in Module unterteilt, die nacheinander absolviert werden können. Dies ermöglicht eine schrittweise und flexible Ausbildung.
Eingeschränkt: Die BIR ist nur in EASA-Mitgliedsstaaten gültig und nicht ICAO-konform.
Das Basic Instrument Rating (BIR) und das Competency-Based Instrument Rating (CB-IR) bieten beide Wege zur Instrumentenflugberechtigung, unterscheiden sich jedoch in einigen wichtigen Aspekten. Hier sind die Hauptvorteile des BIR im Vergleich zum CB-IR:
Das BIR bietet eine flexible und kompetenzbasierte Ausbildung ohne feste Mindeststundenanforderungen, was es besonders attraktiv für Piloten macht, die direkt nach Erhalt ihrer PPL(A) Lizenz mit der IR-Ausbildung beginnen möchten. Allerdings ist es nur in EASA-Mitgliedsstaaten gültig und hat höhere Wetterminima im Vergleich zum CB-IR.
Ja, es ist möglich, von einem Basic Instrument Rating (BIR) auf ein Competency-Based Instrument Rating (CB-IR) aufzurüsten. Hier sind die wesentlichen Schritte und Anforderungen:
Für den Aufstieg auf das CB-IR gibt es zwei Wege: Entweder einen rein kompetenzbasierten Aufstieg, für welchen du nach Erhalt der BIR-Berechtigung 50 Flugstunden unter einem IFR Flugplan als PIC geflogen sein musst. Der andere Weg erfordert lediglich 10 Stunden praktische Ausbildung in einer zugelassenen Ausbildungsorganisation (ATO).
Bei Erfüllung der Voraussetzungen für die CB-IR-Prüfung erfolgt ein sogenannter Skill-Test, in welchem mündlich auf die Theorie eingegangen wird und eine praktische Prüfung erfolgt.
Das Upgrade vom BIR zum CB-IR bietet dir erweiterte Flugmöglichkeiten und eine internationale Anerkennung deiner Instrumentenflugberechtigung. Es erfordert zusätzliche theoretische und praktische Ausbildung sowie das Bestehen entsprechender Prüfungen.
Die Dauer der Ausbildung für das Basic Instrument Rating (BIR) hängt stark von der individuellen Leistungsfähigkeit des Piloten ab, da es keine festen Mindeststunden für die praktische Ausbildung gibt. Hier sind einige Details:
Ja, für das Basic Instrument Rating (BIR) gibt es spezielle Prüfungen, die sowohl theoretische als auch praktische Komponenten umfassen:
Die theoretische Ausbildung für das BIR ist in drei Module unterteilt, die jeweils eine Prüfung erfordern. Diese Module decken die folgenden Themen ab:
Die Prüfungen sind so gestaltet, dass sie die Lernziele der einzelnen Module abdecken.
Die praktische Ausbildung ist ebenfalls modular aufgebaut und umfasst verschiedene Aspekte des Instrumentenflugs:
Die praktische Prüfung erfolgt nach Abschluss der jeweiligen Module und beinhaltet eine Befähigungsüberprüfung durch einen Prüfer.
Die Verlängerung einer Basic Instrument Rating (BIR) erfolgt durch regelmäßige Überprüfungen und das Einhalten bestimmter Flugerfahrungsanforderungen. Hier sind die Schritte im Detail:
Checkflug: Ein Flug mit einem Prüfer (Befähigungsüberprüfung) muss innerhalb von drei Monaten vor Ablauf der Gültigkeit absolviert werden.
Jedes zweite Jahr: Die Option der Flugerfahrung und des Übungsflugs ist nur jedes zweite Jahr zulässig. In den anderen Jahren muss die Verlängerung durch eine Befähigungsüberprüfung erfolgen.
Ja, du musst Englischkenntnisse nachweisen, um eine Instrumentenflugberechtigung (IR) zu erwerben. Hier sind die wichtigsten Gründe und Anforderungen:
Für das Fliegen nach Instrumentenflugregeln (IFR) benötigst du das Allgemeine Sprechfunkzeugnis für den Flugfunkdienst (AZF). Hier sind die wichtigsten Details:
Ja, für das Fliegen nach Instrumentenflugregeln (IFR) benötigst du einen nachgewiesenen Sprachlevel in Englisch. Hier sind die wichtigsten Details:
Die International Civil Aviation Organization (ICAO) hat Sprachlevel eingeführt, um sicherzustellen, dass Piloten und Fluglotsen effektiv kommunizieren können. Für IFR-Flüge ist mindestens der ICAO Level 4 (Operational Level) erforderlich.
Die Sprachprüfung bewertet deine Fähigkeiten in den Bereichen Sprechen, Hören, Interaktion, Struktur, Wortschatz und Aussprache. Sie wird von anerkannten Prüfungsstellen durchgeführt und muss in deine Lizenz eingetragen werden.
Mit einer Light Aircraft Pilot Licence (LAPL) kannst du keine Instrumentenflugberechtigung (IR) erwerben. Die LAPL ist auf Sichtflüge (VFR) beschränkt und erlaubt keine Erweiterungen für den Instrumentenflug. Du kannst allerdings deinen LAPL auf einen PPL umschreiben.
Für die Instrumentenflugberechtigung (IR) musst du eine umfassende theoretische Ausbildung absolvieren, die mehrere wichtige Fächer abdeckt. Hier sind die Hauptthemen, die du lernen musst:
Die theoretische Ausbildung umfasst in der Regel mindestens 80 Stunden Unterricht und schließt mit einer Prüfung ab. Diese Prüfungen werden oft computerbasiert durchgeführt und decken alle oben genannten Fächer ab.
Die Praxisausbildung für das Competency-Based Instrument Rating (CB-IR) ist umfassend und flexibel gestaltet, um den individuellen Bedürfnissen der Piloten gerecht zu werden. Hier sind die wichtigsten Aspekte der praktischen Ausbildung:
Training: Du lernst, verschiedene Abflug- und Anflugverfahren sicher durchzuführen, einschließlich Standardinstrumentenanflüge (ILS, VOR, NDB) und Abflugverfahren.
Navigation: Die Ausbildung umfasst auch den Reiseflug unter IFR-Bedingungen, bei dem du lernst, präzise zu navigieren und Flugpläne zu erstellen.
Zusätzliche Stunden: Wenn du die Berechtigung für mehrmotorige Flugzeuge (MEP/IR) erwerben möchtest, benötigst du zusätzliche Stunden, die sowohl im Simulator als auch im Flugzeug absolviert werden.
Befähigungsüberprüfung: Nach Abschluss der Ausbildung erfolgt eine praktische Prüfung, bei der du deine Fähigkeiten unter Beweis stellen musst. Diese Prüfung wird von einem anerkannten Prüfer durchgeführt.
Modularer Aufbau: Die Ausbildung kann modular gestaltet werden, um den individuellen Zeitplänen und Bedürfnissen der Piloten gerecht zu werden.
Ja, du kannst die Instrumentenflugberechtigung (IR) auf einer Cirrus erwerben. Hier sind einige wichtige Punkte dazu:
Moderne Avionik: Cirrus-Flugzeuge wie die SR20 und SR22 sind mit moderner Avionik ausgestattet, die ideal für die Instrumentenflugausbildung ist. Dazu gehören Glascockpits wie das Garmin G1000, das alle notwendigen Instrumente und Navigationshilfen für den IFR-Flug bietet.
Ein typischer IFR-Flug (Instrumentenflug) folgt einem strukturierten Ablauf, der mehrere Phasen umfasst. Hier ist eine Übersicht über die wichtigsten Schritte:
Es gibt verschiedene Instrumentenflug-Anflugverfahren, die je nach Präzision und Art der Navigationshilfen unterschieden werden. Hier sind die wichtigsten Verfahren:
Diese Verfahren bieten sowohl laterale als auch vertikale Führung und sind sehr genau:
Diese Verfahren bieten nur laterale Führung:
Diese Verfahren bieten sowohl laterale als auch vertikale Führung, sind aber nicht so präzise wie PA:
Diese Anflugverfahren ermöglichen es Piloten, sicher und präzise bei verschiedenen Wetterbedingungen und Sichtverhältnissen zu landen.
Der Unterschied zwischen einem 2D- und einem 3D-Approach liegt in der Art der Führung, die sie bieten:
Während des Fluges kannst du auf verschiedene Weise aktuelle Wetterdaten abrufen, um auf veränderte Bedingungen zu reagieren. Hier sind einige der gängigsten Methoden:
Diese Methoden helfen dir, während des Fluges stets über die aktuellen Wetterbedingungen informiert zu bleiben und entsprechend zu reagieren.
Die folgende Übersicht stellt die Basic Instrument Rating (BIR) und die Competency-Based Instrument Rating (CB-IR) gegenüber und zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.
| Beschreibung | BIR | CB-IR |
|---|---|---|
| Theorieausbildung Präsenz oder Fernlehrgang | ✔ | ✔ |
| Schriftliche Theorieprüfung – Beispielfragen im Fragentrainer | ~2300 |
~4700 |
| 18 Monate | 18 Monate | |
| Frist Praxisausbildung | keine |
36 Monate |
| | ✔ | |
| Verlängerung der Berechtigung abwechselnd durch Fluglehrer und Prüfer möglich |
✔ | |
| geringst mögliches Minimum 200 ft AGL (vom Anflugverfahren abhängig) | | 200 ft AGL |
| Minimum gegenüber veröffentlichtem CAT1 Minimumum 200 ft erhöht, Mindestsicht 1.500 m.
|
✔ | |
| 0 | 40 | |
| MEP IR möglich |
✔ |
✔ |
| Schulung auf kundeneigenem Flugzeug möglich |
✔ |
✔ |
| EASA | weltweit | |
| Upgrademöglichkeit auf CB-IR |
✔ | |